JTF-Förderung in der Lausitz.
Der Kohleausstieg verändert die Lausitz und die EU stellt dafür viel Geld bereit: Der Just Transition Fund fördert produktive Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen mit bis zu 70 %. Das Programm läuft seit 2023 und wird stark genutzt. Die Richtlinie gilt noch bis zum 30.06.2027.
Diese Landkreise gehören dazu.
Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße gehören vollständig zum Fördergebiet, Dahme-Spreewald mit dem südlichen Teil. Cottbus gehört dazu, mit ein paar Besonderheiten, die wir im Fördercheck einfach mitprüfen.
Vom Handwerksbetrieb bis zur Fertigung.
Gefördert wurden in der Lausitz bereits Baumaschinen, Abkantpressen, Lagersysteme und Onlineshops. Acht Branchen kennen wir besonders gut.
Apotheke
Automatisierung und Umbau für den Betrieb von morgen.
Bau
Maschinen und Geräte, die Ihre Kolonnen produktiver machen.
Metall & Produktion
Vom ersten CNC-Zentrum bis zur automatisierten Fertigungslinie.
Handwerk
Tischlerei, Elektro, SHK: Maschinen und Werkstattausstattung.
Handel & Lager
Lagertechnik, Ladenbau und der Schritt in den Onlinehandel.
Gastronomie & Hotel
Küche, Kühlung und Einrichtung für mehr Gäste und weniger Handgriffe.
Bäckerei & Fleischerei
Öfen, Kühlung und Ladenbau für das Lebensmittelhandwerk.
Kfz-Werkstatt & Autohaus
Hebebühnen, Diagnose und Lackiertechnik für die Werkstatt von morgen.
Was hinter der Förderung steckt.
Der Just Transition Fund, auf Deutsch Fonds für einen gerechten Übergang, ist ein Instrument der EU für Regionen, die vom Ausstieg aus der Kohle besonders betroffen sind. Für das Lausitzer Revier in Brandenburg hat das Land daraus die JTF-Unternehmensförderung gemacht: ein Zuschussprogramm, das kleine und mittlere Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Betriebe unterstützt. Die Logik dahinter ist einfach. Wenn die Kohle geht, müssen andere Arbeitgeber wachsen: die, die schon da sind.
Gefördert werden produktive Investitionen: neue Maschinen, Anlagen, Lagertechnik, digitale Systeme und bauliche Maßnahmen, die zum Vorhaben gehören. Die Förderquote liegt bei bis zu 70 % im De-minimis-Rahmen, gedeckelt bei 300.000 € Zuschuss innerhalb von drei Jahren. Das Programm wird gut angenommen, in den ersten zwei Jahren gingen rund 1.000 Anträge ein. Bewilligt wird durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg, die auch über jeden Antrag entscheidet.
Zwei Dinge sollten Sie wissen, bevor Sie planen. Erstens gilt die Richtlinie bis zum 30. Juni 2027 und Anträge brauchen Vorlauf. Wer 2027 investieren will, sollte jetzt rechnen. Zweitens gilt das Programm nur für Vorhaben, die noch nicht begonnen wurden: keine Bestellung, kein Auftrag, keine Anzahlung vor der Antragstellung. Diese Regel kennt keine Ausnahme und sie ist der Grund, warum sich eine frühe Prüfung immer lohnt.
Vier Kreise, eine Stadt, ein Fördergebiet.
Elbe-Elster
Der Südwesten des Reviers, geprägt von Handwerk, Metall und Lebensmittelbetrieben rund um Finsterwalde, Herzberg, Elsterwerda und Bad Liebenwerda. Vollständig im Fördergebiet, mit vielen inhabergeführten Betrieben, für die die 70-%-Quote den Unterschied zwischen Aufschieben und Investieren macht.
Oberspreewald-Lausitz
Senftenberg, Lauchhammer, Schwarzheide, Großräschen: kaum ein Kreis war enger mit Kohle und Energie verbunden, kaum einer wandelt sich sichtbarer. Vollständig im Fördergebiet, mit Industrie- und Gewerbestandorten, die vom Seenland-Tourismus zusätzlich Rückenwind bekommen.
Spree-Neiße
Der Osten des Reviers an der polnischen Grenze, von Guben über Forst bis Spremberg, dazu das Umland von Cottbus. Vollständig im Fördergebiet, mit starkem Bau-, Metall- und Dienstleistungsbesatz.
Dahme-Spreewald und Cottbus
Dahme-Spreewald gehört mit dem südlichen Teil dazu, von Lübben über Lübbenau bis Luckau, die Orte im Berliner Speckgürtel sind ausgenommen. Cottbus als größte Stadt des Reviers hat eigene Zugänge, die wir im Fördercheck einfach mitprüfen.
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