Die Hebebühne ist das Arbeitsgerät der Kfz-Werkstatt schlechthin und wer eine neue braucht, googelt zuerst die Preise. Die zweite Frage sollte in der Lausitz und der Uckermark aber gleich hinterher kommen: Lässt sich das fördern? Die Antwort ist ein ehrliches Jein und genau dieses Jein entscheidet darüber, ob Sie ein paar tausend Euro liegen lassen oder einen sechsstelligen Zuschuss mitnehmen.
Was Hebebühnen kosten
Die Spannen sind groß, je nach Bauart und Traglast. Als grobe Orientierung, ohne Einbau: Einfache Zwei-Säulen-Bühnen für Pkw beginnen im niedrigen vierstelligen Bereich, solide Werkstattqualität liegt meist zwischen 4.000 und 10.000 €. Scherenhebebühnen und Vier-Säulen-Bühnen für Achsvermessung kosten mehr und bei Nutzfahrzeug- und Lkw-Bühnen wird es schnell fünfstellig bis in den mittleren fünfstelligen Bereich. Dazu kommen Fundamentarbeiten, Elektrik und Montage, die je nach Halle spürbar zu Buche schlagen.
Das ehrliche Jein zur Förderung
Eine einzelne Pkw-Hebebühne für 6.000 € trägt in der Praxis keinen eigenen JTF-Antrag. Der Aufwand des Verfahrens steht in keinem Verhältnis zum möglichen Zuschuss und ein einzelnes Kleingerät ergibt selten das zusammenhängende Vorhaben, das die Förderung verlangt. Wer nur eine Bühne tauschen will, kauft sie besser einfach.
Ganz anders sieht die Rechnung aus, wenn die Bühne Teil eines größeren Schritts ist. Und genau das ist sie meistens: Der zusätzliche Arbeitsplatz mit Bühne, Werkzeugausstattung und Elektrik. Die Erweiterung um eine Nutzfahrzeug-Spur mit Lkw-Bühne. Der Umbau zur Annahme mit Achsvermessung, neuer Scherenbühne und Diagnosetechnik. Solche Pakete kommen schnell auf 50.000 bis 150.000 € und dann wird aus dem Jein ein klares Ja: Als produktive Investition, die die Kapazität der Werkstatt erweitert, sind bis zu 70 % Zuschuss möglich.
Eine Beispielrechnung
Eine Werkstatt erweitert um zwei Arbeitsplätze: zwei Bühnen mit Fundament und Montage, Werkzeugwagen und Ausstattung, Elektrik und Druckluft, dazu ein Diagnosesystem. Gesamtkosten 90.000 €. Bei 70 % Förderquote sind bis zu 63.000 € Zuschuss möglich, der Eigenanteil liegt bei 27.000 €, weniger als eine einzelne Lkw-Bühne gekostet hätte. Die Zahlen sind ein Beispiel, die Logik ist übertragbar: Je vollständiger das Paket, desto besser die Rechnung.
Worauf Sie achten müssen
- Erst der Antrag, dann die Bestellung: Auch die Bühne, die der Händler gerade günstig dastehen hat, darf erst nach der Antragstellung verbindlich bestellt werden.
- Neu statt gebraucht: Gebrauchte Bühnen sind nicht förderfähig. Mit 70 % Zuschuss ist die neue allerdings meist günstiger als die gebrauchte ohne.
- Erweiterung statt Ersatz: Der reine Tausch einer defekten Bühne gegen eine gleichwertige ist kritisch. Sobald das Paket mehr kann als vorher, mehr Arbeitsplätze, neue Leistungen wie Achsvermessung oder Hochvolt-Arbeiten, trägt die Begründung.
Wenn Sie ohnehin über die Erweiterung oder Modernisierung Ihrer Werkstatt nachdenken, lohnt der Blick auf das Gesamtpaket vor der ersten Bestellung. Schildern Sie uns Ihr Vorhaben im Fördercheck, wir sagen Ihnen in ein bis zwei Werktagen, ob es trägt und wie der beste Zuschnitt aussieht. Mehr zur Branche finden Sie auf unserer Seite zur JTF-Förderung für Kfz-Werkstätten.
Schildern Sie uns Ihr Vorhaben, Sie bekommen in ein bis zwei Werktagen eine ehrliche Ersteinschätzung. Kostenfrei und mit Rechnung erst, wenn Ihre Förderung bewilligt ist.