Wenn es eine Maschinengattung gibt, die für die JTF-Förderung steht, dann sind es Baumaschinen: Die ILB nennt in ihrer eigenen Programmbilanz Radlader, Minibagger, Arbeitsbühnen und Elektro-Stapler als typische bewilligte Vorhaben. Wer im Bau oder GaLaBau in der Lausitz oder der Uckermark über die nächste Maschine nachdenkt, sollte die Förderrechnung deshalb kennen, bevor er beim Händler unterschreibt.
Was die Maschinen grob kosten
Auch hier gilt: Preise schwanken mit Größe, Ausstattung und Marktlage, verlässlich ist nur das konkrete Angebot. Als Orientierung: Minibagger bis etwa zwei Tonnen beginnen neu im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich, größere Kompaktbagger liegen darüber. Kompakte Radlader starten im mittleren fünfstelligen Bereich, ausgewachsene Radlader für den Erdbau erreichen sechsstellige Preise. Dazu kommen Anbaugeräte, Schnellwechsler, Waagen oder GPS-Steuerung, die den Nutzen der Maschine oft erst komplett machen und ebenfalls in das Vorhaben gehören.
Die Förderrechnung
Bis zu 70 % Zuschuss im De-minimis-Rahmen bedeuten bei einem Radlader für 140.000 €: bis zu 98.000 € Zuschuss, 42.000 € Eigenanteil. Beim Minibagger für 45.000 € mit Anbaugeräten für 15.000 €: bis zu 42.000 € Zuschuss auf das 60.000-€-Paket. Solche Rechnungen erklären, warum Baumaschinen die Bewilligungsstatistik anführen, kaum eine andere Investition verbindet klaren Kapazitätseffekt mit so einfacher Begründung: mehr Maschinen, mehr Baustellen parallel, mehr Aufträge.
Die drei Regeln, an denen Bau-Anträge hängen
Erstens die Reihenfolge. Der Maschinenhandel lebt vom schnellen Abschluss, die Förderung vom Gegenteil: Erst der Antrag, dann die verbindliche Bestellung. Auch die Maschine, die gerade auf dem Hof steht, wartet zwei Wochen und viele Händler in der Region kennen das Spiel inzwischen und halten Maschinen entsprechend zurück. Die Details stehen in unserem Beitrag zur Bestellregel.
Zweitens neu statt gebraucht. Gebrauchte Maschinen sind ausgeschlossen. Die Rechnung dreht sich damit oft um: Ein neuer Minibagger mit 70 % Zuschuss kostet weniger Eigenkapital als ein drei Jahre alter ohne Förderung, bei voller Garantie und Emissionsstufe.
Drittens Erweiterung statt Ersatz. Die alte Maschine eins zu eins zu ersetzen ist kritisch. In der Praxis ist der Ersatz aber selten reiner Ersatz: Die neue Maschine hat mehr Leistung, moderne Steuerung, neue Anbaugeräte, oder sie kommt zur bestehenden Flotte dazu. Ob Ihre Konstellation als Erweiterung oder Modernisierung trägt, klären wir vor dem Antrag, nicht die Bewilligungsstelle nach der Ablehnung.
So gehen Sie vor
Holen Sie das Angebot beim Händler ein, inklusive Anbaugeräten und allem, was zur Maschine gehört, aber unterschreiben Sie nichts. Schildern Sie uns das Vorhaben im Fördercheck, wir prüfen Standort, Branche und Zuschnitt und melden uns in ein bis zwei Werktagen. Passt es, stellen wir den Antrag und danach dürfen Sie bestellen. Mehr zur Branche insgesamt steht auf unserer Seite zur JTF-Förderung für Bauunternehmen.
Schildern Sie uns Ihr Vorhaben, Sie bekommen in ein bis zwei Werktagen eine ehrliche Ersteinschätzung. Kostenfrei und mit Rechnung erst, wenn Ihre Förderung bewilligt ist.